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NDR setzt sich in Niedersachsen für DAB+ Ausbau ein

Die Entscheidung des niedersächsischen Landtags, die Förderung von DAB+ zum Ende zu bringen hat keine Auswirkungen für den DAB+ Ausbau des Norddeutschen Rundfunks (NDR).

Der NDR teilte auf Anfrage mit, dass er sich auch weiter für den Ausbau des digital-terrestrischen Rundfunks einsetze. Dies hatte er, im Hinblick eines wachsenden bundesweiten und europäischen DAB+ Marktes, dem niedersächsischen Landtag am 28.11.2018 vorgetragen.

„Mit DAB+ soll auch im digitalen Zeitalter weiterhin ein unabhängiges und eigenständig gestaltbares Verbreitungsnetz für das vielfältige Hörfunkangebot des NDR, zu dem der NDR ausdrücklich beauftragt wurde, erhalten bleiben.“, so die Technische Teilnehmerberatung des NDR.

Als Folge wird der NDR seine für 2019 geplanten DAB+ Sender auch in Niedersachsen in Betrieb nehmen und im Rahmen der KEF-Mittel den Ausbau im nächsten Jahr fortsetzen.

Digitalradio Büro Deutschland: Beschluss des Landtags nur PR

Im Deutschlandfunk äußere sich Carsten Zorger, Leiter des Digitalradio Büro Deutschland, zum Vorstoß des Landtags in Niedersachsen: „Aus unser Sicht ist DAB+ die Sache aller Bundesländer oder von ganz Europa. Es gibt 75 Millionen DAB+-Geräte weltweit. Davon 12 Millionen in Deutschland. Es gibt eine Digitalradio-Pflicht für Autos ab 2012.“

Der Beschluss in Niedersachsen habe daher „große PR-Wirkung“, aber „faktisch kleine Wirkung“, so Zorger weiter.

TechniSat-Geschäftsführer wütend: DAB+ hat mehr Radiohörer, als die FDP Wähler

TechniSat Gründer und Geschäftsführer Peter Lepper wandte sich mit einem offenen Brief an Dr. Stefan Birkner, Landesvorsitzender der FDP Niedersachsen sowie Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten im Niedersächsischen Landtag. Birkner hatte den Antrag im Landtag eingebracht.

Lepper leitetet seinen Brief mit der Frage ein, ob die FDP jetzt auch eine Enteignungspartei sei. Er verwies darauf, dass es DAB+ in der BRD fast flächendeckend gebe – „Lücken gebe es nur in Norddeutschland“. Die FDP wolle keine Radiovielfalt, sondern nur die großen Privat-Radio-UKW-Sender vor Wettbewerb schützen.

Internetradio könne nur eine Ergänzung sein, aber nicht die Radiobasis. Das könne nur DAB+ schaffen.

Bislang habe Lepper geglaubt, die FDP sei eine liberale Partei, die auch die Wirtschaft – und hier auch den Wettbewerb – unterstützt. Er stellte die Frage, ob die Eigentümer der Sendeanlagen durch die FDP-Maßnahme aus Hannover zwangsenteignet werden sollen.

Als Folge sieht Lepper eine Verunsicherung im freien Markt. Er schließt den Brief mit den Worten: „Sie werden das Thema nicht gewinnen können. Auch nicht mit Brachialgewalt.“

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