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Südtirol macht Ernst: UKW-Abschaltung beginnt in 2017

Zuletzt aktualisiert am 8. Juni 2017 um 19:40

Die Rundfunkanstalt RAS hat seit Mitte der 70er Jahre den Auftrag, den Südtirol flächendeckend mit den Hörfunk- und Fernsehprogrammen aus dem deutsch- und ladinischsprachigen Ausland zu versorgen. Ein neuer Meilenstein in der Geschichte der RAS dürfte 2017 geschrieben werden.

Für die Verbreitung der 18 Fernseh- und 22 Hörfunkprogramme, betreibt die RAS derzeit an über 120 Sendestandorten rund 1.000 Sende- und Richtfunkgeräte. Wie die Anstalt nun mitteilt, werden gegen Ende des Jahres 2017 die ersten kleineren UKW Sendeanlagen abgeschaltet.

Grund dafür: Mit der Inbetriebnahme der Sendeanlagen Ratschings, Melag, Taufers i.M., Sulden, Pfelders und Aberstückl im kommenden Jahr erreicht das Digitalradionetz nahezu die Vollversorgung.

Auch die 13 lokalen privaten Rundfunkbetreiber können von fast 95 Prozent der Bevölkerung über das Digitalradio DAB+ empfangen werden. Rechnet man die nationalen Hörfunkbetreiber des Konsortiums DAB Italia dazu, lassen sich im Südtirol nunmehr 64 Digitalradioprogramme störungsfrei empfangen.

Außerdem stellt der RAS die bislang noch über DAB (alt) sendenden Hörfunkprogramme RAS BAYERN 3, RAS BR-Klassik, RAS B5 aktuell, RAS OE 1, RAS OE 3, RAS ORF R-Tirol, RAS FM 4, RAS Swiss Jazz und RAI SUEDTIROL am 31. Januar 2017 auf DAB+ um.

Die Rundfunkanstalt rät ihren Hörern, beim Neukauf eines Radios ab sofort Digitalradio zu bevorzugen. Dies gelte vor allem auch beim Ankauf von Neuwagen: Diese sollten mit DAB+ Autoradios ausgestattet sein.

Auch Norwegen beginnt nächstes Jahr mit der Abschaltung von UKW in einigen Gebieten. In der Schweiz sollen ab 2020 die UKW-Sendernetze abgeschaltet werden. Die flämische Regierung stellt das Jahr 2022 als Abschaltedatum in Aussicht.

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