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So will der SWR DAB+ noch erfolgreicher machen

Zuletzt aktualisiert am 25. September 2019 um 21:12

Anlässlich der bevorstehenden IFA verstärkt der ARD-Hörfunk die Werbung für das digital-terrestrische Radio. Am 5. September 2019 findet ein bundesweiter DAB+ Thementag statt, bei dem auch der Südwestdeutsche Rundfunk (SWR) über die Vorzüge des neuen Radiostandards informiert. Gleichzeitig investiert die Rundfunkanstalt massiv in den Ausbau ihrer Senderanlagen.

Martin Wagner, Vorsitzender der ARD-Hörfunkkommission, weiß, dass Aktionen wie der DAB+ Thementag für eine große Aufmerksamkeit sorgen. Weil DAB+ immer weiter wächst und auch in Europa insgesamt an Dynamik gewinnt, lassen sich immer mehr Menschen von den Vorteilen des Digitalradios überzeugen.

Anders als bei UKW, wo schlechter Empfang zu Rauschen führt, gilt bei DAB+ das Alles-Oder-Nichts-Prinzip. Dort, wo das DAB+ Signal nicht ankommt, schweigt das Radio. Damit das zukünftig immer seltener vorkommt, baut der SWR das DAB+ Netz nun umfassend aus.

SWR baut DAB+ in Rheinland-Pfalz massiv aus

Auf seiner Internetseite hat der SWR jetzt Pläne veröffentlicht, welche DAB+ Sendeanlagen in den kommenden Monaten in Betrieb genommen werden sollen, um den Empfang des digital-terrestrischen Radios noch besser zu machen.

Schon im nächsten Monat soll der Sender Alf-Bullay mit einer Leistung von 2 kW in Betrieb gehen. Bullay ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Cochem-Zell in der Mitte von Rheinland-Pfalz und ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort. Urlauber, die an der idyllischen Moselschleife verweilen, können ab dann auch auch ihre Radioprogramme ohne kompromisse, rauschfrei empfangen.

Ebenfalls im September soll der Sender in Hillschied in Betrieb genommen werden. Im Nahetal gelegen, versorgt der DAB+ Sender mit einer Leistung von 5 kW dann auch die Bewohner von Idar-Oberstein und Umgebung mit den Programmen des SWR und den privaten Radiosendern bigFM und RPR1. Außerdem soll von diesem Standort auch der bundesweite DAB+ Multiplex übertragen werden.

Bis zum Jahresende sollen die Sender Bad Münster am Stein, Zweibrücken und Diez/Geisenberg folgen. Mehr Power und damit eine bessere Reichweite bekommen die Standorte Kaiserslautern und Haardtkopf.

Im kommenden Jahr sind die Standorte Mudersbach, Ahrweiler, Bleialf, Oberes Ahrtal, Oberheimbach, Ahrweiler und Kirn vorgesehen. Im Multiplex des SWR werden die Programme SWR1 RP, SWR2, SWR3, SWR4 in verschiedenen Regionalversionen, SWR Aktuell, DASDING, RPR1 und bigFM übertragen.

Bessere DAB+ Versorgung auch in Baden-Württemberg

Vom Brandenkopf, dem höchsten Berg des Mittleren Schwarzwalds, soll zukünftig das Ensemble “SWR BW S” verbreitet werden. Es beinhaltet die Programme SWR1 BW, SWR2, SWR3, SWR4 in verschiedenen Regionalversionen, SWR Aktuell und das junge Radio “DASDING”. Der DAB+-Senderstandort sollte bereits vergangenes Jahr in Betrieb genommen werden. Wegen Einsprüche zur Frequenzkoordinierung aus Frankreich verzögerte sich die Inbetriebnahme aber. Jetzt soll der Standort im 4. Quartal 2019 endgültig auf Sendung gehen.

Ebenfalls noch in diesem Jahr plant der SWR die Senderstandorte Memmingen, Mühlacker und Wertheim aufzuschalten.

SWR überträgt Sonderkanäle auch über DAB+

Neben dem besseren Empfang bietet DAB+ auch Platz für neue Programme, die aufgrund der Frequenzknappheit über UKW keinen Platz finden würden. So überträgt der SWR zum Beispiel das für September anstehende “SWR3 New Pop Festival” auf einem Sonderkanal auch über DAB+. Gleiches gilt für das jährliche Mannheimer Maimarkt-Radio oder dem Messeradio von der weltgrößten Tourismusmesse CMT.

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