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rbb startet DAB+-Ausbau in Brandenburg noch in 2017

Zuletzt aktualisiert am 8. Juni 2017 um 7:46

Für eine Überraschung sorgte heute die Pressemitteilung des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) zum Ausbau des DAB+ Netzes in Brandenburg.

Noch in diesem Jahr will der rbb seine Programme in DAB+ über die Sender Cottbus-Stadt, Booßen und Pritzwalk ausstrahlen.

“Damit erhöhen wir die DAB+-Versorgung in Brandenburg in der Fläche von jetzt 42 Prozent auf dann 73 Prozent und bei der Bevölkerung von jetzt 49 Prozent auf 72 Prozent”,

teilte der rbb-Produktions- und Betriebsdirektor Nawid Goudarzi mit. Über die weitere Ausbauplanung ab dem kommenden Jahr entscheidet der rbb in den kommenden Monaten. Die genauen Maßnahmen für dieses Jahr wird der rbb bis zum Sommer erläutern.

Dem vorausgegangen war eine Diskussion zur Verwendung der von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) bewilligten Mittel für die Periode 2017 bis 2020 für das Entwicklungsprojekt Digitaler Hörfunk (DAB+). Für die ARD wurden Mittel in Höhe von 89,4 Mio. Euro anerkannt. Der rbb hatte sich im Sinne eines einheitlichen Vorgehens in der ARD an der Anmeldung von Mitteln zum 20. KEF-Bericht für einen DAB+-Sendernetzausbau in seinem Sendegebiet beteiligt.

Allerdings zeigte sich die Anstalt bislang zurückhaltend, die bewilligten Mittel auch für den Ausbau des DAB+ Netzes einzusetzen. Gegenüber der Branchenseite „Radio wird digital“ teilte der rbb noch im März mit:

„Wir werden unser Digitalradio-Netz erst weiter ausbauen, wenn ein UKW-Abschalttermin in greifbare Nähe rückt. Ein Doppelbetrieb über das aktuelle Maß hinaus ist für uns leider nicht zu finanzieren.“

Die Aussage hatte die KEF dazu veranlasst, den RBB um eine Stellungnahme in der Angelegenheit zu bitten. Offenbar hatte diese Maßnahme dazu geführt, die DAB+ Strategie noch einmal zu überdenken:

“Wir haben die Erweiterung der Versorgung unseres DAB+-Angebots bislang strikt mit der Hoffnung auf einen absehbar regulierten UKW-Abschalttermin verbunden. Die politischen Diskussionen in der jüngsten Vergangenheit zeigen jedoch, dass mit einer solchen Festlegung absehbar nicht zu rechnen ist. Darunter sollen aber die Radiohörerinnen und -hörer in unserer Region nicht leiden, deshalb gehen wir jetzt einen Schritt auf unser Publikum zu und beginnen den Ausbau des DAB+-Netzes in Brandenburg”,

so Goudarzi weiter.

Bislang wird das DAB+ Ensemble des Rundfunk Berlin-Brandenburg auf Kanal 7D („DR Berlin rbb K7“) nur von den Sendern Berlin-Schlozplatz und dem Berliner Fernsehturm ausgestrahlt. Es beinhaltet die Wellen des rbb, Antenne Brandenburg, Fritz, Radio Berlin 88,8, Radio Eins, Kulturradio Inforadio sowie Cosmo. Als Besonderheit verbreitet der rbb auch die Programme Bayern 2 , WDR2, SWR3, MDR Jump und BR Klassik in diesem Ensemble.

Quellen: u.a. Pressemitteilung des RBB, Blog “Radio wird digital”

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