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Bayerische Lokalsender bestätigen baldige DAB+ Ausstrahlung (Update 22.05.2017)

Zuletzt aktualisiert am 8. Juni 2017 um 7:30

Auf ihren Internetseiten haben verschiedene bayerische Lokalsender angekündigt, voraussichtlich ab dem Sommer auch über Digitalradio DAB+ empfangbar zu sein. So teilte Radio EINS mit: „Wenn alles nach Plan läuft, soll der Startschuss im Juli fallen. Radio EINS können Sie dann in ganz Oberfranken über Digitalradios im Auto und zu Hause hören.

Auch die Programme Radio Euroherz, Radio Plassenburg und Radio Bamberg bestätigten die baldige DAB+ Ausstrahlung in Oberfranken (Kanal 10B) auf ihren Internetseiten. Auf Nachfrage von Radioempfang Digital wurde die Aufschaltung von Galaxy Oberfranken in dem Multiplex ebenfalls bestätigt. Ob es sich bei Radio Mainwelle um das 6. Hörfunkprogramm handelt, dass in dem Multiplex simulcast über DAB+ verbreitet wird, darf noch spekuliert werden. Bislang ist die Antwort des Veranstalters noch ausstehend.

Für Mittelfranken (Kanal 8C) haben die Radiosender Radio Galaxy Ansbach und Radio 8 gegenüber Radioempfang Digital bestätigt, dass sie ab dem 1. Juli 2017 über DAB+ senden werden.

Für die Region Unterfranken (Kanal 10A) bestätigten 106,9 Radio Gong und Radio Primaton gegenüber unserer Seite, dass sie voraussichtlich ab Juli über DAB+ senden. Der Sendebetrieb soll laut der Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) spätestens zum 11.10.2017 aufgenommen werden. Noch keine näheren Auskünfte konnte uns CHARAVARI.fm aus Würzburg geben. Man versprach sich zu melden, sobald weiteres bekannt ist. Ebenfalls unbestätigt ist die Spekulation, ob und wann Radio Primavera und Radio Galaxy Aschaffenburg auf Kanal 10A starten werden. Da die BLM aber in ihrer Ausschreibung vom 12.05.2017 von fünf Hörfunkprogrammen spricht, die simulcast über DAB+ verbreitet werden, könnte es sich um diese Programme handeln.

Eine Absage erteilte der Sender Radio Alpenwelle; dieser wird in diesem Jahr nicht über DAB+ zu empfangen sein.

Hintergrund ist eine Neuordnung der bayerischen Sendernetze. Der landesweite Kanal 10D wird aufgegeben. Gleichzeitig werden die regionalen Ensembles des Bayerischen Rundfunks (BR) für private Anbieter geöffnet.

Zu den bereits vorhandenen Ensembles Unterfranken 10A, Oberfranken 10B und Mittelfranken 8C kommen ab 01.09.2017 die Kanäle Oberpfalz-Niederbayern 12D und Oberbayern-Schwaben 10A hinzu. Dort werden neben den Programmen des BR auch private Landesprogramme und Lokalprogramme verbreitet.

Zahlreiche Neuaufschaltungen auch in 2018

Die Radiosender RSA Radio, BAYERNWELLE SÜDOST  und Radio Charivari Rosenheim teilten uns mit, dass die technische Infrastruktur für den DAB+ Betrieb erst in der zweiten Jahreshälfte 2018 zur Verfügung stehen wird. Nach dem aktuellen Stand rechnen die Veranstalter damit, ab dem vierten Quartal 2018 über DAB+ zu senden.

Radio Trausnitz teilte mit, im nächsten Jahr auf DAB+ zu erweitern. Spätestens ab 1. Juli 2018 plant der Radiosender, über DAB+  zu senden. Auch die Funkhaus Regensburg GmbH & Co. KG plant, mit den Programmen Charivari und Gong FM ab dem 3. Quartal 2018 über DAB+ auf Sendung zu sein. Dazu stellt die BLM in Zusammenarbeit mit dem BR eine Struktur zur Verbreitung über DAB+ in dem Gebiet Oberpfalz- Niederbayern bereit, ließ der Veranstalter wissen.

Neue Sendernetze auch im Oberland und Allgäu

Wie das Branchenportal Radio wird digital berichtet, plant die Bayern Digital Radio (BDR) zusätzlich zu den gemischten Regionallösungen eigene Netze für die Regionen Oberland und Allgäu. Radio Oberland teilte auf ihrer Website mit, seine Sendetechnik ohne Schwierigkeit auf DAB+ umstellen zu können, sobald lokale DAB+ Bedeckungen zur Verfügung stehen.

DAB+ Verbreitung für Radiosender deutlich günstiger

In einem Kostenvergleich des Branchennewsletter Digitalradio-News wurde unterdessen deutlich, wie viel günstiger die DAB+ Verbreitung gegenüber einer UKW-Ausstrahlung ist. Für das Sendegebiet Mittelfranken (Kanal 8C) kostet die digitale Verbreitung eines Radiosenders 27.000 Euro / Jahr (54 CU, Auslastung des Mulitplex = 95 %, Ausbaustufe Dez. 2019). Für das gleiche Sendegebiet auf UKW müssten die Radiosender 141.000 Euro / Jahr zahlen.

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