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Antenne Deutschland erhält Zuschlag für den zweiten nationalen DAB+ Multiplex

Mit Spannung wurde die heutige Entscheidung der Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK) der Medienanstalten erwartet: Wer der vier Bewerber soll den Zuschlag für den zweiten bundesweiten DAB+ Multiplex erhalten?

Beworben hatten sich die DABP GmbH aus Leipzig, die Radi/o digital GmbH aus München und ein Zusammenschluss aus der MEDIA BROADCAST Digital Radio GmbH aus Köln und der Absolut Digital GmbH & Co. KG. mit Sitz in Regensburg.

Ursprünglich hatten die beiden Letztgenannten separate Bewerbungen abgegeben, sich dann aber im Zuge eines Verständigungsverfahrens unter Moderation der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) unter dem Namen „Antenne Deutschland GmbH & Co. KG“ zusammengeschlossen.

Gegen 17:00 Uhr wurde der Gewinner dann verkündet:

Die „Antenne Deutschland GmbH & Co. KG“ bekam den Zuschlag für den begehrten Plattformbetrieb. Abstimmen durften die Mitglieder der GVK, d.h. die Vorsitzenden der 14 Landesmedienanstalten. Zwei Medienanstalten waren verhindert, so dass zwölf Stimmen abgegeben wurden. Dabei gingen acht Stimmen an das neu gegründete Unternehmenskonsortium. Vier Stimmen erhielt die Leipziger DABP GmbH.

Innerhalb von neun Monaten“ soll eine zweite nationale DAB+ -Plattform aufgebaut und mit einem attraktiven, vielfältigen Angebot verbreitet werden, sicherte die Antenne Deutschland GmbH & Co. KG den Medienanstalten zu. Für den zweiten Multiplex sind nach Planungen der Media Broadcast 71 Sendestandorte vorgesehen; 49 Standorte weniger als beim ersten nationalen Multiplex.

Dies schien eine Mehrheit der Medienwächter zu überzeugen:

Mit der Antenne Deutschland GmbH & Co. KG bekommt ein als Programmveranstalter und Netzbetreiber erfahrener Player den Zuschlag, bei dem wir erwarten können, dass es auch zügig losgeht.“, rechtfertigt Winfried Engel, Vorsitzender der GVK, die Entscheidung.

Neben den Programmen der Absolut Digital GmbH & Co. KG, die sich seit 2011 an DAB+ beteiligt, sollen auch weitere Programmveranstalter einen neutralen Zugang zu der Plattform erhalten.

Unsere Zuweisung als Plattformbetreiber des zweiten bundesweiten DAB+-Multiplex mit bis zu 18 neuen nationalen privaten Programmen wird dem terrestrischen Digitalradio einen weiteren wichtigen Impuls geben und für mehr Vielfalt im Sinne der Mediennutzer sorgen“, so Engel weiter.

Martin Deitenbeck, Geschäftsführer und Pressesprecher der Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) kommentierte die Planung des Konsortiums wie folgt: “Die Anzahl der eigenen Programme steht noch nicht fest, es geht jetzt in die Detailplanung. Drittprogramme könnten bis zu 50% der Kapazität ausmachen. Wichtig ist, dass das Ganze als einheitliche Plattform rüber kommt, also Farben nicht doppelt vergeben werden.” Angesprochen auf die hohe Anzahl der Programme, wies Deitenbeck darauf hin, dass unter anderem ein Talkradio geplant sei, dass mit deutlich weniger Datenrate auskäme.

Die Zuteilung der Medienanstalten ist allerdings noch nicht bestandskräftig – die Verlierer haben einen Monat Zeit, gegen den Ablehnungsbescheid Widerspruch einzulegen.

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