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11 Millionen Deutsche können DAB+ empfangen – DAB+ ist unumkehrbar

Am Rande der Internationalen Funkausstellung (IFA) wurde heute der Digitalisierungsbericht 2017 der Medienanstalten vorgestellt. Auf dem Digitalradiotag 2017 wurde ein weiteres Mal deutlich, dass der Erfolgskurs von DAB+ nicht mehr aufzuhalten ist.

So besitzen aktuell knapp sechs Millionen Haushalte ein DAB+ Radio – eine Million mehr, als noch im vergangenen Jahr. Das entspricht 15,1 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung. Hörer, die bereits von den Vorteilen des DAB+-Empfangs überzeugt wurden, schaffen sich häufig noch ein zweites DAB+ Radio an. So kommt es, dass in den sechs Millionen Haushalten insgesamt 9,91 Millionen DAB+ Geräte stehen. 11 Millionen Deutsche haben so Zugang zu DAB+. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 1,7 Millionen DAB+ Radios gekauft, davon ca. 600.000 Autoradios.

Die Hörer sind attraktiv für den Werbemarkt, denn sie sind durchschnittlich jünger und höher gebildet, als die Gesamtbevölkerung. Sie zeichnen sich durch eine hohe Affinität zum Medium Radios aus. Durchschnittlich werden sechs verschiedene Radiosender genutzt. Die Hördauer beträgt täglich 3,5 Stunden. „DAB+ erreicht spezifische Zielgruppen besser als UKW“, erklärt Philipp von Martius, Geschäftsführer des Radiovermarkters Studio Gong. Florian Ruckert, Chef des Audiovermarkters RMS ergänzt: „DAB+ bietet eine zusätzlich vermarktbare Reichweite.

Bei der Frage, welche Empfangsart am häufigsten genutzt wird, haben DAB+ (5%) und Internetradio (7,7%) den größten Zuwachs. Sie liegen damit erstmalig vor Kabel (2,7%) und Sat (1,5%). Hochauf ist weiterhin der UKW-Empfangsweg, der mit 69,7 % am häufigsten genutzt wird. Dennoch: “Die Entwicklung des deutschen Radiomarktes hin zum digitalen Standard DAB+ ist unumkehrbar“, kommentierte ARD-Vorsitzende Karola Wille die Studie.

Dies glaubt auch Olaf Hopp, Geschäftsführer von Radio ENERGY: „DAB+ wird sich als Radiostandard etablieren“. Den Weg dorthin beschreibt Hopp allerdings als einen Marathon.

Auch das Thema UKW-Abschaltung kam beim Digitalradiotag 2017 wieder ins Gespräch. Der Direktor der Landesmedienanstalten, Siegfried Schneider, ist der Ansicht, dass man wieder darüber reden müsste, wenn in drei bis vier Jahren die Marktdurchdringung bei 50 % liegt.

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