Im Test: Sony XDR-S61D

Sony XDR-S61D

Der Erfolg des Sony XDR-S60DBP hat den japanischen Großkonzern dazu veranlasst, dem Digitalradio ein Facelift zu verpassen. Auffälligste Änderung: Der dominante Lautstärkeregler, der beim Vorgänger auf der rechten Seite platziert war, befindet sich beim Sony XDR-S61D auf der Oberseite und ist dezent im Gehäuse versenkt. Auch die Software wurde verbessert: So verfügt das XDR-S61D nun auch über einen Radiowecker. Geblieben sind unter anderem das kontrastreiche Display, der Kopfhöreranschluss, Line-In und die ausziehbare Teleskopantenne.

Das Sony XDR-S61D ist in den Farben schwarz, weiß, blau und rot erhältlich. Seine Maße umfassen 227 mm in der Breite, 139 mm Höhe und 95 mm Tiefe. Als Einsatzort kommen Küche, Bad, Büro oder Schlafzimmer in Frage. Soll das Radio ohne Strom betrieben werden, lassen sich vier LR6- Batterien (Größe AA, Mignon) einsetzen. Nach Herstellerangaben können mit den Alkalibatterien LR6SG von Sony ca. 17 Stunden DAB+ Radio gehört werden.

Klang des Sony XDR-S61D

Auf der Vorderseite befindet sich ein Breitbandlautsprecher, mit 80 mm Durchmesser und einer Audio-Ausgangsleistung von 1,5 Watt. Die Lautstärke lässt sich auf einer Skala von 1 bis 29 regeln. In unserem Test hat uns gefallen, dass die Lautstärke des Sony XDR-S61D auch im niedrigen Bereich sehr nuanciert eingestellt werden kann. Trotz der vergleichsweise geringen Audioleistung klingt das Radio nicht blechern oder dumpf. Im Gegensatz zu dem Vorgänger sind beim Sony XDR-S61D die Tiefen stärker betont – das Musik hören macht noch mehr Spaß. Trotzdem klingt die Sprache klar und verständlich.

Display des Sony XDR-S61D

Überarbeitet wurde auch das Display des Radios. Zugunsten einer größeren Uhrzeit-Anzeige ist die Darstellung des Sendernamens verkleinert wurden. Übersichtlich dargestellt werden nun Betriebsart (DAB, FM, AUDIO IN), Art der Stromversorgung (Batterie, Netzbetrieb), Sendername, Lauftext (Radiotext bei UKW bzw. DLS bei DAB) und Uhrzeit. In Form einer kleinen Stoppuhr wird signalisiert, ob der Radiowecker gestellt ist. Ziffern zwischen eins und fünf stellen dar, ob das Programm auf einer der Preset-Tasten abgespeichert ist.

Im Standby füllt die Anzeige der Uhrzeit 2/3 des Displays aus. Außerdem wird angezeigt, zu welcher Uhrzeit der Radiowecker gestellt ist.

Bei unserem Test des Sony XDR-S61D schaltete sich die Hintergrundbeleuchtung ca. 30 Sekunden nach der letzten Bedienung automatisch ab. Einstellbar ist aber auch, dass die Hintergrundbeleuchtung dauerhaft in Betrieb sein soll. Positiv beurteilt haben wir den hohen Kontrast des Displays. Auch bei ausgeschalteter Hintergrundbeleuchtung ist das Display gut ablesbar.

Bedienung des Sony XDR-S61D

Auf den ersten Blick wirkt der Funktionsumfang des Sony XDR-S61D nicht besonders umfangreich. So wurde etwa auf Bluetooth, der Wiedergabe von Streamingdiensten und Internetradio verzichtet. Dieses scheinbare Manko hat aber auch den Vorteil, dass die Bedienung des Sony XDR-S61D sehr leicht von der Hand geht.

Nach dem ersten Einschalten begrüßt Sie das Radio mit einem freundlichen „Hello“ und startet sodann mit dem automatischen Sendersuchlauf im Frequenzbereich des Digitalradio. Gefundene Programme werden in einer alphanumerisch sortierten Liste automatisch gespeichert. Die Wiedergabe des ersten in der Liste gespeicherten Programms beginnt.  Über den Dreh-Drück-Regler auf der Vorderseite kann die Programmliste aufgerufen und das gewünschte Programm ausgewählt werden. Durch einen leichten Druck wird die Wahl bestätigt und das Programm eingestellt.

Lieblingsprogramme können auf den Festspeichertasten 1 bis 5 gespeichert werden. Über die Menü-Taste können weitere Funktionen aufgerufen werden, z.B. ein Sleep-Timer oder der Radiowecker.

Wird das Radio an einem anderen Ort aufgestellt, lohnt sich unter Umständen ein erneuter Suchlauf, der mit der Taste „Auto Tune“ schnell aufgerufen werden kann. Auch einer manueller Suchlauf auf den DAB-Kanälen 5A bis 13F ist möglich.

Beim erstmaligen Umschalten in den UKW-Frequenzbereich startet das Sony XDR-S61D ebenfalls mit einem Sendersuchlauf. Gefundene UKW-Programme werden auch hier in einer Liste, sortiert nach dem Frequenzband, gespeichert. Anschließend stellt das Radio die Frage, ob nach den Programmnamen gesucht werden soll. Diese Informationen werden aus dem RDS-Signal übernommen.

Der Radiowecker des Sony XDR-S61D

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, verfügt das Sony XDR-S61D nun auch über einen Radiowecker. Neben der Weckzeit kann auch das gewünschte UKW- oder DAB+-Programm vorgegeben werden. Auch die Weckerlautstärke kann vorgegeben werden. Die aktuelle Uhrzeit wird auf die Sekunde genau aus dem Radionetzwerk bezogen.

Im Test des Sony XDR-S61D ist uns positiv aufgefallen, dass das Radio über eine integrierte Pufferbatterie verfügt. Sämtliche Einstellungen bleiben auch nach Unterbrechung der Stromzufuhr erhalten.

Außerdem wollten wir wissen, wie das Radio reagiert, wenn das gewählte DAB+ Programm zur Weckzeit nicht mehr zur Verfügung steht, z.B. weil sich die Empfangsbedingungen verschlechtert haben. In unserem Test versuchte das Sony XDR-S61D das Programm einzustellen und quittierte den fehlgeschlagenen Versuch mit „Service not available“. Hier könnte Sony noch nachbessern und in diesem, zugegeben, seltenen Fall, auf einen Alarmton ausweichen.

Wie bereits erwähnt verfügt das Radio über einen Sleep-Timer. Nach der eingestellten Zeitspanne (15,30,45,60 Minuten) setzt sich das Radio selbstständig in den Standby-Modus.

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