Im Test: Renkforce DAB+ Radio-Adapter

Renkforce DAB Adapter
Ein manueller Sendersuchlauf auf dem DAB+ Frequenzband ist für den Renkforce DAB+ Radio-Adapter kein Problem.

Die mit Abstand günstigste Möglichkeit, eine bestehende Hifi-Anlage oder ein Soundsystem mit dem DAB+-Standard kompatibel zu machen, ist ein DAB-Adapter. Der Renkforce DAB+ Radio-Adapter RF-DAB-AP ist der Abstand günstigste zur Zeit erhältliche DAB+ Adapter mit Display. Wir haben ihn getestet, um herauszufinden, wie gut der Adapter seinen Zweck erfüllt.

Mit den Maßen 140 mm x 62 mm x 49 mm lässt sich der Adapter unauffällig im Umfeld der vorhandenen Hifi-Komponenten platzieren. Der DAB+ Radio-Adapter verfügt über Cinch-Ausgänge, die über das mitgelieferte Kabel mit dem Audiosystem oder den aktiven Lautsprechern verbunden werden können.

Nachdem die Antenne ausgezogen und der Netzstecker eingesteckt ist, nehmen wir den DAB+ Adapter in Betrieb. Im Test startete der Renkforce DAB+ Radio-Adapter mit einem automatischen Sendersuchlauf nach den verfügbaren DAB+ Programmen.

Tuner sensibel: Renkforce DAB+ Radio-Adapter findet 60 DAB+ Programme

Negativ ist, dass der Renkforce DAB+ Radio-Adapter RF-DAB-AP nicht mit einer externen Antenne betrieben werden kann. Zum einen ist man so darauf angewiesen, dass die Indoor-Versorgung mit DAB+ ausreichend stark genug ist. Zum anderen ist eine ausgezogene Antenne im Wohnraum nicht unbedingt optisch ansprechend.

Trotzdem können auch mit der am Renkforce DAB+ Radio-Adapter verbauten Teleskop-Antenne gute Ergebnisse erreicht werden. Da das Hifi-Equipment in der Regel einen angestammten Platz in der Wohnung hat, ist es wichtig, dass der Tuner des Adapters ausreichend sensibel ist, um alle üblichen Sender zu empfangen.

Im Test des Renkforce DAB+ Radio-Adapter klappte das gut. 60 DAB+ Radioprogramme konnte der Adapter an unserem Standort in Frankfurt am Main einlesen, neben den ortsüblichen Programmen des Bundesmux, HR und DR Hessen Süd, auch die Ensemble des SWR-Rheinland-Pfalz sowie ein Ensemble aus Bayern.

Alle gefundenen DAB+ Programme werden in der Senderliste abgespeichert und sind ab sofort alphabetisch sortiert abrufbar. Im Menü kann der automatische oder auch ein manueller Sendersuchlauf erneut angestoßen werden.

Fernbedienung umständlich in der Handhabung

Neben dem wichtigen Merkmal eines stabilen und zuverlässigen Empfangs spielt auch die Bedienbarkeit eine Rolle. Der Renkforce DAB+ Radio-Adapter wird mit einer Fernbedienung geliefert. Wirklich ärgerlich ist, dass auf der Fernbedienung keinerlei Speichertasten zur Verfügung stehen. Immerhin können die über die Preset-Taste die hinterlegten Favoriten schneller abgerufen werden. Je Frequenzband stehen 10 Favoriten-Plätze zur Verfügung.

Während man sich daran gewöhnen kann, dass sich die Bedienelemente auf der Fernbedienung nicht unterscheiden, so empfinden wir den schwergängigen Druckpunkt der Tasten im Test als störend.
Display des Renkforce DAB+ Radio-Adapters zeigt Uhrzeit und Sender an

Das LC-Display des Renkforce DAB+ Radio-Adapters ist vierzeilig. Die zwei oberen Zeilen werden zur Anzeige der aktuellen Uhrzeit verwendet. Damit der Adapter stets die richtige Uhrzeit anzeigt, werden diese Informationen aus dem Radionetzwerk übernommen. Im Menü des Adapters lässt sich zudem einstellen, ob die Uhrzeit aus dem RDS von UKW oder dem DAB-Ensemble bezogen werden soll.

In der oberen Zeile wird zudem die Empfangsart und die Signalstärke angezeigt. In der Praxis ist das durchaus nützlich: Sollte der eingestellte Sender einmal stumm bleiben, sieht man auf einen Blick, ob der Empfang gestört ist oder der Radiosender nur ein technisches Problem bei der Ausspielung seines Programms hat.

Die beiden unteren Zeilen sind den Senderinformationen gewidmet. Neben dem Sendernamen zeigt der Renkforce DAB+ Radio-Adapter auch Zusatzinformationen (DLS/DLS+) an. So können Sie zum Beispiel einstellen, dass in der unteren Zeile ausschließlich der aktuelle Interpret angezeigt wird. Auch die Anzeige weiterer Empfangsparameter, wie z.B. der Name des aktuellen Ensemble, sind möglich.

Im Test des Renkforce DAB+ Radio-Adapter RF-DAB-AP saß das Display nicht ganz bündig; links wurden die Buchstaben abgeschnitten.

Wecker und Sleeptimer des Renkforce RF-DAB-AP

In der praktischen Verwendung des Adapters sind die Wecker- und Sleeptimer-Funktionen eher zu vernachlässigen. Zwar wirbt der Hersteller damit, dass man sich um das Ausschalten nicht weiter kümmern müsste, sollte man es einmal vergessen haben. Tatsächlich muss man aber den Sleep-Timer aber stets erneut einstellen. Eine automatische Ausschaltung nach einer bestimmten Zeit ist dem Renkforce DAB+ Radio-Adapter RF-DAB-AP nicht vorgesehen.

Auch der Dual-Wecker ist in der Praxis kaum zu gebrauchen. Der Einsatz des Weckers würde voraussetzen, dass die angeschlossene Hifi-Komponente zur eingestellten Weckzeit ebenfalls eingeschaltet ist.

Im Test hat sich der Line-In des Geräts als nützlich erwiesen: Durch den Anschluss des Adapters an der Hifi-Anlage wird ein analoger Audio-Eingang blockiert. Der Adapter kann das Signal der zuvor angeschlossenen Soundquelle damit durchschleifen.