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Radioempfang Digital - Deutschlands Portal für DAB+

Fragen und Antworten zum Digitalradio DAB+

DAB+ Radio einstellen

DAB+ Sender manuell einstellen

DAB+ Radios haben den Vorzug, dass sie automatisch nach allen empfangbaren Programmen suchen. Der Suchlauf nach DAB+ Sendern erfolgt nach der ersten Inbetriebnahme des Radios. Um später nach neuen Programmen zu suchen, haben Sie zwei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit ist, den automatischen Suchlauf erneut anzustoßen. Dazu wählen Sie im Menü des Radios den passenden Eintrag, z.B. Full Scan, automatischer Sendersuchlauf, vollständiger Suchlauf, Scan o.ä.

Um DAB+ Sender manuell einzustellen, müssen Sie den Kanal kennen, auf dem das gewünschte Programm sendet. Suchen Sie dazu in der Senderliste von Radioempfang Digital nach dem korrekten DAB+ Kanal.

Anschließend müssen Sie die manuelle Senderwahl in Ihrem DAB+ Radio starten. Suchen Sie dazu im Menü den Eintrag “Manueller Suchlauf” oder “Manuelle Sendersuche”. Bei manchen Radios lautet die Bezeichnung auch “Abstimmhilfe” oder “Manuel Tune”. In jedem Fall können Sie nach Aufruf des Menüpunkts den Kanal auswählen. Bei manchen Radios muss die Wahl des Kanals noch bestätigt werden, um die Programme auf diesem Kanal zu suchen.

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Die richtige Länge der Antenne beim DAB+ Radio verbessert dem Empfang

Die meisten tragbaren und auch viele stationären DAB+ Radios sind mit einer ausziehbaren Teleskopantenne ausgestattet. Beim Sendersuchlauf ist es wichtig, dass die Antenne auf die richtige Länge ausgezogen wird. Da die DAB+ Radios auch UKW-Sender empfangen können, ist die Antenne länger, als für DAB+ Programme notwendig. Hintergrund: Jede Wellenband benötigt eine spezielle Antennenlänge. Ziehen Sie die Antenne daher auf ca. 35-37 cm aus und positionieren Sie die Antenne vertikal.

Nachdem der Sendersuchlauf abgeschlossen ist, können Sie probieren, ob der Empfang stabil bleibt, wenn Sie die Antenne wieder einziehen.

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DAB+ Standard im Allgemeinen

Was ist ein DAB+ Radio?

Die Buchstaben DAB stehen für „Digital Audio Broadcasting“ – übersetzt die digitale Verbreitung von Audiosignalen über die Antenne (terrestrischer Rundfunk). Das Plus hinter DAB steht für die Weiterentwicklung von DAB. Verbessert wurde vor allem die Audioqualität.

Der DAB+ Standard kann seit dem Jahr 2011 in Deutschland empfangen werden.

Ein DAB+ Radio kann die digitalen Audio-Signale verarbeiten. Neben dem digitalen Empfang der Radioprogramme können die Radios auch programmbegleitende Dienste empfangen. Je nach Funktionsumfang des DAB+ Radios sind das ein Lauftext, eine Slideshow auf dem Display oder ein elektronischer Programmführer (EPG).

DAB+ Radios werden auch als Digitalradio bezeichnet, weil diese Audio-Signale digital verarbeiten können. Diese Sammelbezeichnung wird allerdings auch für andere Endgeräte, z.B. Internetradios, verwendet. Deshalb sollte beim Kauf eine DAB+ Radios auf den Zusatz „DAB+“ geachtet werden.

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Lohnt sich der Kauf eines DAB+ Radios?

Rundfunkexperten sehen DAB+ als den Nachfolgestandard von UKW an. Erste Rundfunkveranstalter, wie Deutschlandradio, Klassik Radio und FFH haben in den letzten Monaten begonnen, unwirtschaftliche UKW-Frequenzen abzuschalten und verweisen auf den digitalen Empfang.

In anderen europäischen Ländern wurde bereits mit der UKW-Abschaltung begonnen bzw. ist ein Termin für den Ausstieg aus der Ultrakurzwelle geplant. In Norwegen wurde das analoge Radio im Dezember 2017 abgeschaltet. In Nord-Italien (Südtirol) wurde ebenfalls in 2017 mit der UKW-Abschaltung begonnen. In Dänemark soll 2021 mit UKW Schluss sein. In der Schweiz wird der Wechsel von UKW zu DAB+ bis spätestens 2024 vollzogen.

Wie bei der Abschaltung des analogen Fernsehens ist es nur eine Frage der Zeit, wann der UKW-Rundfunk auch in Deutschland nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden kann. Die Nutzungszahlen sind seit Jahren rückläufig. Ein DAB+ Radio ist in jeder Hinsicht eine sinnvolle Investition. Dazu rät übrigens auch die Verbraucherzentrale Bundesverband: Bei Neugeräten sagt sie, sollte man auf DAB+ wechseln.

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Radio von analog auf digital umstellen

Mit der Abschaltung von analogen Radioprogrammen im Kabelnetz werden viele Hörer vor die Frage gestellt, wie Sie Ihr Radio von analog auf digital umstellen können.

Im Gegensatz zu modernden TV-Geräten, die seit vielen Jahren mit einem Tuner für den digitalen Fernsehempfang ausgestattet sind, lässt sich das Radio nicht ohne weiteres von analog auf digitalen Empfang umstellen. Sie benötigen ein Radio, welchen den Zusatz “DAB+” trägt, um Radio auch digital empfangen zu können.

Ihr Radio muss dann nicht mehr mit dem Kabelnetz verbunden sein.

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Ist der UKW-Empfang nicht ausreichend? Warum sollte ich beim Kauf eines neuen Radios auf DAB+ achten?

Für viele mag der UKW-Empfang ausreichend sein und der Aufpreis für einen DAB+ Tuner nicht gerechtfertigt erscheinen. Allerdings ist bereits jetzt das zeitliche Ende der UKW-Verbreitung absehbar:

Die Digitalisierung wird auch vor dem Radio nicht halt machen. Der jüngste Digitalisierungsbericht 2016 der Medienanstalten legt dar, dass die Nutzung von DAB+ weiter steigt. Für die Rundfunkveranstalter sind die Verbreitungskosten über DAB+ deutlich geringer. Wenn sich DAB+ erfolgreich durchgesetzt hat, werden manche Rundfunkveranstalter das Angebot auf UKW möglicherweise ausdünnen.

So hat der Saarländische Rundfunk bereits angekündigt, dass er prüfen wird, einige UKW-Frequenzen aus Spargründen abzuschalten. Zeitgleich kündigte die Anstalt an, das Sendernetz für DAB+ bis 2020 auszubauen. Dieser Schritt signalisiert, welcher Rundfunkstandard zukünftig Priorität besitzt.

In einigen europäischen Ländern ist die Abschaltung von UKW bereits beschlossene Sache: In Norwegen wurde bereits mit der UKW-Abschaltung begonnen. Die Rundfunkanstalt Südtirol RAS wird ebenfalls in 2017 mit der UKW-Abschaltung beginnen. Auch in Dänemark will die Regierung will über das Ausstiegsdatum beraten, sobald mehr als 50 Prozent der Bevölkerung Radio auf digitalen Wegen hört. Das könnte schon im nächsten Jahr der Fall sein.

Noch steht kein Termin für eine UKW-Abschaltung in Deutschland fest. Sicher ist allerdings, dass den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der ARD ab dem Jahr 2029 nur noch Verbreitungskosten für DAB+ zu Verfügung stehen. Das geht aus dem 20. Bericht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hervor und gilt ungeachtet dessen, ob eine UKW-Abschaltung vor dem Jahr 2028 gelingt.

Die Einstellung der UKW-Übertragung hängt sicher davor ab, wie schnell sich der DAB+ Gerätestandard durchsetzt. Eine dauerhafte Simulcast-Übertragung von DAB+ und UKW ist nicht finanzierbar. Ab dem Jahr 2029 stehen der ARD keine Gelder mehr für eine UKW-Übertragung zur Verfügung.

Bisherige UKW-Abschaltungen wegen DAB+

Mit der UKW-Abschaltung wurde in Deutschland bereits begonnen. Fast immer sprachen wirtschaftliche Gründe gegen das Aufrechthalten der UKW-Verbreitung einzelner Veranstalter und Frequenzen. Die Programme sind in den betroffenen Regionen weiterhin über DAB+ empfangbar.

ProgrammveranstalterFrequenz / OrtGrund
Radio/Tele FFH GmbH88,3 MHz / EschwegeWechsel auf DAB+
Radio/Tele FFH GmbH93,2 MHz / IdsteinWechsel auf DAB+
Radio/Tele FFH GmbH104,5 MHz / RotenburgWechsel auf DAB+
Deutschlandfunk91,9 MHz / MittenwaldWechsel auf DAB+
Deutschlandfunk Kultur105,2 MHz / MittenwaldWechsel auf DAB+
Deutschlandfunk107,4 MHz / HelgolandWechsel auf DAB+
Deutschlandfunk Kultur103,0 MHz / HelgolandWechsel auf DAB+
Deutschlandfunk89,3 MHz / KemptenWechsel auf DAB+
Deutschlandfunk Kultur89,8 MHz / KemptenWechsel auf DAB+
Deutschlandfunk Kultur107,9 MHz / AmbergWechsel auf DAB+
Klassik Radio 90,1 MHz / SchwerinWechsel auf DAB+
Klassik Radio 97,0 MHz / WismarWechsel auf DAB+
Klassik Radio98,9 MHz / StralsundWechsel auf DAB+
Klassik Radio100,5 MHz / Aßlar-WetzlarWechsel auf DAB+
Klassik Radio107,5 MHz / Frankfurt am MainWechsel auf DAB+
Klassik Radio88,0 MHz / GießenWechsel auf DAB+
Klassik Radio104,1 MHz / KasselWechsel auf DAB+
Klassik Radio104,9 MHz / MarburgWechsel auf DAB+
RundFunk Meißner102,6 MHz / Hessisch LichtenauZu hohe UKW- Antennenmiete und Start auf DAB+
RundFunk Meißner99,4 MHz / SontraZu hohe UKW- Antennenmiete und Start auf DAB+
M 94,594,5 / MünchenWechsel auf DAB+
Tide.Radio96,0 MHz / HamburgReduzierung der Sendeleistung und Wechsel auf DAB+

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Sind Digitalradios nicht deutlich teurer gegenüber einem UKW-Radio?

Nicht mehr. Anfänglich haben die Geräte 100,00 Euro und mehr gekostet. Preiswerte DAB+ Radios erhalten Sie heutzutage ab 30,00 Euro.

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DAB+ vs. Internetradio

Ist DAB+ nicht nur eine Brückentechnologie, bis 5G in Deutschland verfügbar ist?

Dazu hat der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm im RBB-Medienmagazin Stellung bezogen: “DAB+ erlaubt Wachstum in der Gattung Radio und es trägt dem Umstand Rechnung, dass 5G noch in vielen Jahren keine verlässliche Übernahme von Radioangeboten ermöglicht.”

Als Intendant vertritt Wilhelm auch den Bayerischen Rundfunk, der an dem Projekt bayerischen Forschungsprojekt “5GToday” beteiligt ist.

In dem Projekt wird die Machbarkeit von „5G Broadcast“ erforscht. Auf Basis des 5G-Rundfunkmodus FeMBMS soll ein großflächiges Übertragungsnetz geschaffen werden, mit dem Rundfunkinhalte ähnlich wie bei DVB-T2 terrestrisch übertragen werden können.

In Zukunft könnte diese Technologie in Smartphones, Tablets und TV-Geräten für den Empfang von Rundfunk über 5G integriert werden. Bis etwa 2025 ist das jedoch noch Zukunftsmusik.

Weil die Rundfunkinhalte von High-Power-High-Tower (HPHT)-Sendern übertragen werden, dient der 5G-Rundfunkmodus in erster Linie zur Übertragung von Fernsehprogrammen. Zur Übertragung von Radio eignet sich 5G-Broadcast offenbar weniger.

Dr. Christian Menzel fasste Anfang 2017 seine Erkenntnisse zur Verbreitung von Radio über 5G Broadcast zusammen: 5G Broadcast erfordert großflächige Gleichwellennetze mit einem identischen Programmangebot. Das entspricht den Anforderungen des Fernsehens. Radio refinanziert sich jedoch auf regionaler und lokaler Ebene. Zudem hat der 5G-Broadcast-Modus, wie bei DAB+, keinen Rückkanal. Für diesen braucht es kleinere Funkzellen und mithin Kosten für die Investition und in den Betrieb dieser.

Ähnlich sieht das Prof. Dr.-Ing. Ulrich Reimers, Vizepräsident der TU Braunschweig für Strategische Entwicklung und Technologietransfer, Institut für Nachrichtentechnik. In einer Anhörung im Niedersächsischen Landtag führte er aus, dass eine flächendeckende Versorgung mit 5G unwirtschaftlich sei und es diese nicht geben wird. “Im Sinne einer Übertragungstechnologie, mit der es möglich ist, auch im flachen Land Radio im Auto zu empfangen, steht 5G definitiv nicht zur Verfügung.”

Die Innovationszyklen werden immer kürzer. Keiner kann heute mehr sagen, wie lange eine Technologie am Markt bestehen bleibt. DAB+ ist und bleibt für die nächsten Jahre ein europäischer Rundfunkstandard, bei dem es eine Vielzahl von Endgeräten gibt und bei dem die Frequenzen für die Übertragung ist bis mindestens Ende 2035 gesichert sind. Ein wirtschaftlicher Nachfolger von DAB+ ist derzeit nicht in Sicht.

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Funktioniert DAB+ ohne Internet?

Ja, DAB+ funktioniert ohne Internet. Die Übertragung erfolgt über Antenne von einem Sender(netz) zu beliebig vielen DAB+ fähigen Empfängern (Radios). Sie benötigen nur ein Radio, welches in der Lage ist, DAB+ zu empfangen. Achten Sie beim Kauf eines neuen Radios auf die Bezeichnung “DAB+”.

DAB+ ist Rundfunk, während bei Internetradio eine 1:1-Beziehung aufgebaut wird.

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Ich habe eine Internet-Flatrate. Wozu soll ich mir ein Digitalradio kaufen?

Im Internet ist die Auswahl an Radiosendern aus der ganzen Welt schier unendlich. Häufig ist die Auswahl unübersichtlich und das Wechseln des Programms umständlicher. Zum Wiedergeben des Senders muss der Stream zunächst gepuffert werden. Bevor der Stream abgespielt wird, wird häufig ein Werbespot abgespielt.

Um die Streamadressen aktuell zu halten, betreiben die Hersteller der Internetradios eine Senderdatenbank oder beauftragen einen Dienstleister damit. In jüngster Vergangenheit führte das zu Problemen. Die Dienstleister wollten für die Pflege der Datenbank mehr Geld erhalten. Weil die Hersteller darauf nicht eingingen, schalteten die Dienstleister kurzerhand die Datenbank ab und Millionen von Internetradios waren (kurzfristig) außer Dienst gesetzt. Letztlich wurde ein neuer Betreiber der Datenbank gefunden.

Zugleich findet die Übertragung von Internetradio keinesfalls anonym statt. Allein mit Ihrer IP-Adresse lässt sich lokalisieren, von wo aus Sie das Programm hören. Werbende nutzen diese Kenntnis und buchen Werbespots, die zu Ihrem Wohnort passen.

Greifen viele Hörer zeitgleich auf einen Stream zu, kann es sein, dass der Server dafür nicht ausreichend Kapazität hat und der Stream bei der Wiedergabe abbricht.

Im Digitalradio DAB+ spielt das keine Rolle: Die Versorgung erfolgt von einer oder mehreren Sendeanlagen zu beliebig vielen Radiogeräten (Broadcast). Egal, ob nur einer oder tausende Hörer das Programm empfangen, die Wiedergabe des Radiosenders erfolgt stets zuverlässig.

Ein Kompromiss für den Hausgebrauch stellt ein Kombigerät dar. So können Sie zuverlässig jederzeit Ihre lokalen und regionalen Radioprogramme empfangen und haben dennoch Zugriff auf tausende, weltweite Radiostationen.

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